Ratchet & Clank: Nexus – Fazit

Insomniac hat Ende letzten Jahres relativ unbemerkt von der Öffentlichkeit ein neues Ratchet & Clank veröffentlicht. Wahrscheinlich weil es in Sachen Umfang nicht gerade der Brüller ist. Aber dafür ich der Preis ja auch entsprechend fair. Letzte Woche war es z.B. bei Amazon auf 15€ reduziert, normal kostet es ~30€.
Mit Nexus wurde nach dem eher uninspirierten 4-Spieler Plattformer All4One und dem unsäglichen Tower Defense Mist QForce, endlich mal wieder ein echter Serienteil veröffentlicht, der in der Tradition von Quest For Booty steht. Auch wenn Nexus sofort auf DVD angeboten wurde und nicht nur als Download-Titel wie QFB anfangs, ist es doch eher ein Download-Titel.

Nexus ist kein SpinOff wie die beiden letzten Teile, sondern steht als direkter Nachfolger von A Crack In Time als Titel der Hauptreihe da. Das merkt man vor allem an der Spielweise. Es spielt sich eben genau wie die klassischen PS3 Teile der Serie. Und bevor jemand rumheult, dass da ja die Innovation und Veränderung fehlt… scheiß drauf! Ich will mein R&C so wie es immer war, nur mit ein paar neuen, netten Ideen und genau das bekomme ich bei Nexus geboten, wenn auch nur in kurzer Form.
Aber bevor die ständige Erwähnung von „kurz“ hier noch jemand abschreckt muss ich das mal erklären. „Kurz“ heißt bei R&C das, was CoD Spieler im SP seit Jahren als Spielzeit kennen, plus ca. 1-3 Stunden (für den ersten Durchgang). Man muss hier also mit ca. 5-8 Stunden Spielzeit rechnen, was bei einem Preis von 30€ in der heutigen Zeit eigentlich völlig in Ordnung ist.
Leider merkt man die kurz Spielzeit aber auch bei der Waffenauswahl. Wer schon mal R&C gespielt hat, kennt ja das Waffenauswahl-Kreismenü. Dieses kann 8 Waffen aufnehmen, danach wird ein weiteres Kreismenü zugeschaltet, zu dem man vom ersten Kreismenü mit L1 und R1 schaltet. Dieses wird aber nur noch knapp zur Hälfte gefüllt. A Crack In Time füllte einem noch drei komplette Kreismenüs voll. Aber gut, das Spiel hatte ja auch mehr Zeit eine solche Menge an Waffen einzuführen.
Wie gehabt kann man seine Waffen mit Raritarium verbessern und durch das Benutzen der Waffe steigt diese bis auf Level 3 an, wodurch noch mehr Felder zum verbessern freigeschaltet werden. Die Waffenauswahl ist wieder herrlich abgedreht. So gibt es eine Box, aus der eine Art Fleischfressende Pflanze rauskommt, die alle Gegner in der Umgebung tötet, es gibt eine Art schwarzes Loch, das Gegner anzieht, wodurch man sie leichter platt machen kann, eine Kanone die aus allen Gegnern umbewegliche Schneemänner macht und besonders geil… Mr. Zurkon ist auch wieder mit dabei. Wer ihn nicht kennt: das ist ein Begleiter der neben einem herfliegt und auf alles schießt „was sich bewegt“. Im Gegensatz zu Begleitern aus anderen Spielen kommentiert Mr. Zurkon aber alles mit Sprüchen wie „Mr. Zurkon braucht keine Bolts, er bezahlt mit Schmerzen“. Das beste ist diesemal aber, auf Stufe zwei kommt Zurkon Junior dazu und auf Stufe drei macht Mama Zurkon die Familie komplett und jeder der drei hat seine Sprüche. Natürlich wiederholen diese sich nach einer gewissen Zeit, aber mir bringt das immer wieder ein Schmunzeln aufs Gesicht.
Neben diesem eher passiven Gadget ist die Wirbelklinge bzw. diesmal heißt das Ding Unterklingen-Werfer meine abolute Lieblingswaffe. Voll ausgebaut macht das Ding einen wahnsinns Schaden und dazu sucht es sich seine Gegner auch noch selbst. Klar gibt es auch wieder die R.I.D.A., aber halt erst wenn man mit dem Spiel schon fast durch ist und die Munition dafür kann man nur an (den genialen GrummelNet) Waffen-Automaten Kaufen, wärend man die Klingen-Munition auch aus Waffenkisten bekommt. Mit diesen beiden Waffen ist der Endboss übrigens absolut kein Problem.

Aber man merkt schon, die Serie bleibt sich auch beim Humor treu. Slapstick und Humor im Comicstil sind wieder mit an Bord. Aber irgendwie ist er arg zurück gefahren und selten. Schade eigentlich! Bei Tools Of Destruction lag ich teils noch auf dem Boden vor lachen.
Aber mal zum Spielgeschehen. Neben dem üblichen (perfekten) Mix aus springen und ballern, widmet sich ja jeder Teil einem bestimmten Spielelement. In A Crack In Time waren es die Zeiträtsel, hier sind es diesemal Einlagen mit bzw. ohne Schwerkraft, bei denen man mit Magnetstiefeln an bestimmten Flächen entlang laufen kann und vor allem die Passsagen, in denen man mit einem Jetpack durch das Level fliegen kann. Letztere machen echt riesigen Spaß, wenn man z.B. in Thram auf dem kompletten Planeten frei rumfliegen kann, nachdem man die dazu benötigte Tankstelle freigeschaltet hat.
Dabei ist die Steuerung und das Waffenhandling jederzeit perfekt. Wer etwas mehr Herausforderung möchte, schaltet das Autoaim aus, welches standardmäßig aktiviert ist. Aber auch dann wird das Spiel nie wirklich schwer (gespielt auf dem standard Schwierigkeitsgrad, der für mich immer Referenz ist).
Das merkt man vor allem in den Arena-Kämpfen, die natürlich auch wieder mit an Bord sind. Diese sind doch immer recht schnell erledigt, was aber vielleicht auch an meinem frühzeitig voll ausgebauten Unterklingen-Werfer lag.
Auch in Sachen Grafik und Sound gibt es wieder nichts zu meckern, Die (leider nur fünf) Welten sind liebevoll designt und mit vielen Datails geschmückt. Sprachausgabe, Lokalisierung, Musik und Waffensound sind auf gewohnt sehr hohem Niveau. Generell ist der Kawummfaktor in Bild und Ton sehr geil.
Für Fans gibt es also keinen Grund sich Nexus nicht zu kaufen. Leute die mit Teilen der Hauptreihe schon nichts anfangen konnten, lassen besser auch hier die Finger weg.
Für mich ist R&C nach wie vor die beste Serie auf der Playstation. Tools Of Destruction ist und bleibt aber mein Lieblingsteil. Wenn Sony schlau ist, haben sie Insomniac schon den Auftrag für ein großes R&C für die PS4 gegeben. Sobald das rauskommt, wird auch eine PS4 den Weg in mein Wohnzimmer finden.
Das sollte dann aber besser wieder ein Teil im Umfang der großen Hauptteile sein.

MfG Druzil

Gemischtes Gameüse 27

Rayman Legends
Als ich das Spiel neulich sehr günstig auf einer Key-Seite gesehen habe, musste ich einfach zuschlagen. Ich wollte ja eigentlich auch nur kurz reinschauen, doch das Spiel ist tatsächlich derartig gut, dass ich GTA 5 dafür liegen lies. Die Steuerung, das wichtigste in einem Jump & Run, ist super präzise, die Grafik ist traumhaft schön und die Soundkulisse ist super. Alleine schon die Musiklevel, allen voran die Mariachi-Version von Eye Of The Tiger, sind derartig abwechslungsreich, dass man sie immer wieder spielen möchte. Die Level sind total abwechslungsreich und es gibt in jedem Level jede Menge Zeug zu entdecken und sammeln, womit man immer mehr Level, Charaktere usw. freischaltet.
Einzig die in einigen Level anwesende Fliege(?) Murfy ist auf nicht-WiiU Plattformen nicht so gelungen. Die Fliege kann in den Level bestimmte Objekte beeinflussen. So kann sie feuerfallen ausmachen, Türen öffnen oder Gegner kitzeln, damit man diese umhauen kann. Auf der WiiU kann das ein zweiter Spieler auf dem Touchpad machen. Auf allen anderen Plattformen muss man dazu einfach nur einen Knopf drücken, was nicht nur völlig uninspiriert rüber kommt, sondern in manchen Level auch zu wahren Verrenkungen am Gamepad führt.
Ein weiterer Kritikpunkt wäre, dass für meinen Geschmack der Anteil an Level mit Zeitdruck zu groß ist. Ich mag es in J&Rs eigentlich, wenn ich mein Tempo selbst bestimmen kann. Hier muss ich oft durch die Level hetzen, verfolgt von einer Feuerwand oder weil das Level zusammenbricht und habe immer wieder das Gefühl etwas verpasst zu haben, was oftmals dann auch so ist. Das heißt aber nicht, dass diese Level keinen Spaß machen. Im Gegenteil, sind sie oft wirklich genial inszeniert. Es ist einfach nur das Gefühl gehetzt zu werden, was mich etwas stört.
Das wars aber auch im großen und ganzen mit Kritik. Ansonsten ist das Spiel einfach nur genial und bietet neben dem normalen Spiel noch das wahrscheinlich genialste Minispiel, was die Spielewelt je gesehen hat… Kung Foot! Diese Mischung aus Brawler und Fußball ist so genial. Wenn man sich zwei gegen zwei auf die Mütze haut und Tore macht, dabei jolt und jubelt, springt und flucht… das ist einfach nur ein heiden Spaß.
Jump & Run Fans kommen an diesem Spiele eigentlich nicht vorbei. Für mich ein Anwärter auf mein Spiel des Jahres.

Battlefield 4
Tja, so geht das bei mir. Am einen Tag schwöre ich noch, dass mir ein BF4 einfach zu früh kommt und es mir viel zu sehr nach BF3.5 aussieht, eine Woche später habe ich mir schon einen Key dafür besorgt und eine weitere Woche später sogar Premium gekauft.
Tatsache ist aber, dass ein gewisser Gruppenzwang so etwas halt schon mal bewirken kann. Und so ballern wir uns im Moment wieder mit 3-5 Spielern durch die Schlachtfelder.
Im Großen und Ganzen bin ich mit BF4 auch ganz zufrieden. Es gibt einige Verbesserungen, aber auch Dinge, die man sich hätte schenken können. Zu Letzterem gehört für mich das Commander. Der spielt jetzt sein eigenes Spiel und wenn er keine Lust mehr hat, muss er vom Server runter. Einen fliegenden Wechsel zwischen „ich kämpfe mal mit“ und „ich schau auf der Karte und gebe Befehle“ gibt es nicht mehr.
Dann wurden viele Freischaltungen in sogenannte Battlepacks verfrachtet, die man über Levelaufstiege bekommt oder wenn man genug Kills mit einer Waffe gemacht hat. Störend finde ich eigentlich nur letztere, weil man oft nicht weiß, wie lange man noch braucht um Aufsatz XY freizuschalten. So schaltet man z.B. bei den Sturmgewehren mit 160 Kills das letzte Item der festen Reihenfolge frei und bekommt dann alle weiteren 50 Kills ein Battlepack. Was dort drin ist, ist reiner Zufall und so kann es passieren, dass man den begehrten Aufsatz erst mit der maximalen Zahl von 510 Kills bekommt, oder aber doch schon mit dem ersten Battlepack bei 210 Kills. Der eigentliche Sinn hinter den Battlepacks ist mir natürlich klar. EA hatte vor diese Packs gegen Echtgeld zu verkaufen. Um so mehr wundert es mich, dass diese Kaufoption zu Release plötzlich verworfen wurde. Die Battlepacks blieben aber im Spiel.
Ganz gut sind aber die Battlepacks beim Levelaufstieg. Diese enthalten Waffentarnungen, Portaits fürs Battlelog, XP-Boosts usw. Letzte können 25, 50, 100 und 200% stark sein und beziehen sich auf alles. Also nicht nur das Charakterlevel, sondern auch die Klassen und sogar die Kills. Außerdem sind in diesen Battlepacks auch zufällige Aufsätze für zufällige Waffen drin. So hat man in der Theorie irgendwann alle Aufsätze für eine Waffe freigeschaltet, die man nie benutzt hat. Es dürfte aber gefühlt ein Menschenleben dauern, bis man alle Aufsätze für alle 82 Waffen auf diese Art freigeschaltet hat.
Der größte Aufreger für mich ist aber das abschalten der Minimap im Hardcore-Modus. Das nimmt dem Spiel in diesem „Modus“ alles an taktischer Tiefe. Das man kein 3D-Spotting hat, ist man ja schon aus BF3 gewohnt, aber das jetzt sogar Dinge wie das T-UGS, die neuen „Bewegungsmelderkugeln“, der Umfaldscann in Fahrzeugen usw. keinen Sinn mehr machen, weil man keinerlei Anzeigen dafür hat, ist einfach ein riesen Schwachsinn.
Das und die wiederliche Sniperschwemme auf den Hardcore-Servern, ist der Grund, warum ich wieder dazu übergegangen bin auf normalen (auch „softcore“ genannten) Servern zu spielen und ich war überrascht, wie gut das doch wieder klappt. Nur das man mit Fahrzeugen Infanteristen so schlecht down bekommt, ist etwas nervig.
Aber BF4 macht auf der anderen Seite auch viele Dinge richtig. So wurde die Gruppengröße auf 5 angehoben, was in meinen Augen das Teamspiel fördert und für uns schon alleine deswegen gut ist, weil wir oft 5 Leute sind und uns dann in BF3 auf 2 Squads verteilen mussten. Die Commo Rose, das 3D-Spotting und das Markieren von Angriffszielen funktioniert endlich so wie es Sinn macht. Am eigentlichen Spielgefühl wurde auch etwas gefeilt, wodurch es sich meiner Meinung nach wieder etwas mehr wie Bad Company 2 anfühlt.
BF4 fühlt sich nicht an wie ein Kartenpaket für BF3, aber ein evolutionärer Sprung, wie der von BF2 auf BF3 ist es definitiv nicht.
Achja… den Singleplayer kann man eigentlich getrost vergessen. Der ist genau so uninspiriert, wie der in BF3. Aber man schaltet dadurch sechs Waffen für den MP frei. Also einmal schnell auf leicht „durchrushen“, das letzte Kapitel drei mal spielen, wegen der drei „verschiedenen Enden“, für die es drei verschiedene Waffen gibt und dann abhaken.

Pinball FX 2
Neulich gab es im Humble Bundle ein Paket mit vielen Tischen für Pinball FX 2. Eigenltich habe ich da ja schon viele auf der XBox 360, aber da waren doch noch einige dabei, die ich noch nicht habe und so war es dann einfach günstiger das komplette Humble Bundle Paket zu kaufen und die Tische dann halt auf dem PC (Steam) zu zocken. Der Vorteil bei diesem Spiel ist ja, dass das Grundprogramm kostenlos ist.
Die Tische selbst habe ich noch gar nicht ausprobiert. Aber jetzt im Weihnachtsurlaub habe ich sicher Zeit dafür mal die ein oder andere Silberkugel über die Tische zu jagen.

Grafikkarte
Die Zeit war mal wieder reif den PC ein wenig aufzurüsten, da BF4 nicht in hohen Grafikeinstellungen spielbar war. So habe ich also meine alte Gigabyte GTX 460 OC in den Ruhestand geschickt und mir eine EVGA GTX 760 SuperClocked mit ACX Cooler gekauft. Diese ist schön leise und ist durch die werkseitige Übertaktung eine der leistungsstärksten GTX 760 auf dem Markt.
Die Installation war natürlich kein Problem. Treiber runter, Karte einbauen und den selben (weil aktuellsten) Treiber wieder drauf. Jetzt zocke ich BF4 in hohen Einstellungen und bin locker für das gerüstet, was Konsolenspieler „next-gen“ nennen. ;)

Wii
Vor kurzem haben wir unser Konsolen-Portfolio ausnahmsweise mal verkleinert. Nachdem mein Sohn sich vor zwei Monaten einen neuen PC gegönnt hat, wollte er jetzt auch den passenden 24″, 1080p Monitor dazu. Zu diesem Zweck hat er die Wii verkauft (es war ja seine), die eh nur noch als Staubfänger im Wohnzimmer stand und sich einen Iiyama E2473HS-GB1 gekauft. Das ist der gleiche Monitor wie ich ihn habe, nur eine neuere Generation.
Kind glücklich, Vater glücklich… alles gut!

Weihnachtsspezial auf Sothis Spielwiese
Auch dieses Jahr veranstaltet Sothi wieder ein Weihnachtsspezial auf seiner Spielwiese. Jede Menge Leute haben dazu ihr Top 5 der Spiele aufgelistet, die sie 2013 gespielt haben. Das sind aber nicht zwangläufig Spiele die 2013 erschienen sind. Es können auch durchaus ältere Spiele dabei sein.
Und weil Sothi und Kawie mittlerweile zusammen einen zweiwöchigen Podcast betreiben, lag die Idee nahe einen Podcast zum Weihnachtsspezial zu machen, bei dem einige der Gastautoren mitwirken.
Am 22.12. geht es mit den ersten Artikeln los, am 23.12. folgt Teil 2 und am 24.12. wird dann der Podcast online gehen, bei dem es um das Thema geht „auf welche Spiele freut ihr euch 2014 besonders“.
Wie die letzten Jahre, bin ich auch dieses Jahr wieder als Gastautor dabei und auch die Teilnahme am Podcast habe ich mir nicht nehmen lassen. Schaut also auf jeden Fall mal vorbei.

Ansonsten wünsche ich allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Auf dass wir uns auch nächstes Jahr wieder über viele tolle Spiele freuen dürfen.

Weihnachtliche Grüße
Druzil

Gemischtes Gameüse 26

Ich war echt schon am überlegen, ob ich den Blog nicht einstelle, weil mir irgendwie die Motivation fehlte zu schreiben. Doch eine Bekannte sagte mir vor kurzem, sie hätte sich wegen meinem Bericht zu Tomb Raider das Spiel gekauft und wäre total begeistert davon. So etwas gibt einem natürlich neue Motivation und deswegen kommt heute, nach doch recht langer Zeit, wieder mal ein gemischtes Gameüse.

Torchlight 2
Eigentlich wollte ich ja nur mal kurz reinschauen. Daraus wurden dann bisher 15 Stunden Spielzeit. Das Spiel macht echt nen heiden Spaß und man kann mit Mods noch einige nette Sachen hinzufügen.
So ist es für jemanden wie mich, der einen Charakter anfängt, das Spiel einmal durchspielt (wenn überhaupt) und dann aufhört, eher hinderlich, wenn man die Fähigkeiten und Fertigkeiten nicht komplett zurück setzen kann. Diablo 3 war zwar selbst mir zu wenig selbst ausprobieren, aber in Torchlight kann man sich halt auch mal komplett verskillen. Da schaffen Mods abhilfe, mit denen ich zum rumexperimentieren ermutigt werde und auch mal was anderes testen kann.
Was ich teilweise etwas übertrieben finde ich die Menge an Loot. Da haut man ein Monster platt und es fliegen 5 Items raus. Man haut 5 Monter platt und der ganze Boden wimmelt vor neuen Items, die ja auch alle sorgfältig verglichen werden wollen.
Trotzdem macht das Spiel unheimlich Spaß und ich mag den Comicstil der Grafik, auch wenn ich einen Mod drüber gepackt habe, der die Texturen knackiger macht. Anschauen kann man sich einen Vergleich dazu in meiner Steam Bildgallerie von TL 2.
Ich bin schon gespannt wie sich die ganze Sache auf unserer nächsten LAN mit mehr Leuten spielt. Aber selbst wenn ich nur noch ein paar wenige Stunden reinstecken würde, haben sich die 4,74 € voll und ganz gelohnt.

The Walking Dead
Hab es angefangen und ein paar Stunden gespielt. Aber im Endeffekt fand ich die Story dann doch nicht so packend, wie es überall im Internet zu lesen ist. Glaube ich bin bei Episode 3, aber irgendwie konnte mich das Spiel dann nicht mehr so recht packen. Mal schauen, ob ich es doch noch fertig spiele. Die TV Serie fand ich jedenfalls deutlich besser.

Borderlands 2
Das haben wir mittlerweile auch angefangen und ein paar Stunden gespielt. Die letzte Zeit kamen wir aber leider kaum dazu. Wir sind noch relativ am Anfang, aber ich denke, dass wir schon noch einige Stunden darin verbringen werden. Es macht ja auch richtig Spaß und den Grafikstil fand ich schon in Teil 1 toll. Allerdings ist das Menü bzw. Inventar wirklich unglaublich schlecht. Schade, dass es dafür scheinbar keine Mod gib, die das ganze mal etwas komfortabler zu bedienen macht.

NASCAR the Game: 2013
Das Spiel habe ich mir als Key gekauft, weil es mich irgendwie angesprochen hat. Es ist auch an sich geil gemacht und das NASCAR Feeling kommt echt gut rüber, nur bei den Rennen selbst krankt es dann etwas. Da wären die viel zu crashsüchtigen Fahrer, die einfach stumpf in alles reinfahren was sich bewegt, da sind die Gelbphasen, an deren Ende die Gegner schon deutlich früher Gas geben können als man selbst und da sind die PitStops, bei denen es auf einigen Strecken echt Glücksache ist, wenn man nicht zu schnell in die Box fährt und dafür dann wieder ne Durchfahrts- oder Stop&Go-Strafe bekommt, weil man einfach nicht sieht ab wo das Speedlimit gilt. Vielleicht fehlt mir aber auch einfach noch die Übung, nachdem ich jetzt bestimmt ein halbes Jahr nicht mit Lenkrad gefahren bin.

Humble Bundle mit MoH
Das letzte Humble Bundle habe ich mir eigentlich nur wegen Medal Of Honor gekauft. Ja ihr lest richtig, wegen DEM Medal Of Honor. Aber da man das HB schon für 1-2 $ bekommen kann, habe ich halt mal 2 $ gespendet und mir gedacht, so viel wird MoH schon wert sein. Und ja, Medal Of Honor ist wirklich gar nicht mal so gut. Das ganze fühlt sich an wie eine billige, sehr bemühte Version von CoD. Prädikat „muss man nicht gespielt haben“. Aber für 2 $ kann man es dann halt doch nehmen.
Die anderen Spiele im Bundle haben mich nicht wirklich interessiert, oder ich hatte sie eh schon.

Trackmania Stadium
Ich bin ja schon seit Trackmania Sunrise ein Freund der Serie und hatte mir Anfang des Jahre auch schon Canyon gekauft. Mit Stadium geht es, wie der Name ja schon sagt, zurück in die Stadien, die man auch Trackmania Nations und Nations Forever schon kennt. Was soll man dazu groß sagen? Es ist Trackmania. Entweder man mag es, oder man mag es nicht. Man muss aber auch sagen, kennt man einen Teil, kennt man alle. Stadium ist für mich dabei eher eine Enttäuschung, auch wenn das Wort eigentlich zu hart ist, denn Spaß macht es mir ja dann doch wieder. Es macht halt wirklich nicht anders als Nations Forever, bis auf die Grafik die etwas besser aussieht. Darür sind die Strecken im Singleplayer diesmal schon recht früh sehr knackig. Das war in Canyon noch etwas besser ausbalanciert. Sobald Valley mal im Steam-Deal ist, werde ich aber auch da wieder zuschlagen.

Far Cry 3
Dazu will ich gar nicht viel schreiben, weil ich dazu noch einen ausführlichen Artikel machen will. Nur so viel: das Spiel ist wirklich verdammt gut!

Grand Theft Auto 5
Bis vorgestern habe ich mich von dem Hype eigentlich gar nicht mitreißen lassen. Teil 4 fand ich nicht so toll und auch sonst habe ich keinen Teil der Serie wirklich gespielt, außer Vice City ein wenig bei meinem Bruder. Naja und Red Dead Redemption, aber das war ja schon alleine wegen dem Western Setting Pflicht für mich und etwas völlig anderes. Jedenfalls war ich mir eigentlich sicher, dass ich Teil 5 erst irgendwann später günstig kaufe oder sogar auf die PC Version warte (falls überhaupt jemals eine kommt). Nun hat die absolute Reizüberflutung der letzten beiden Tage und das Angebot vom MediaMarkt (50€) aber doch dazu geführt, dass ich gestern losgezogen bin und es mir für meine XBox 360 gekauft habe. Im Gegensatz zu FC3 werde ich dazu keinen extra Bericht mehr schreiben, weil das Internet davon eh total überschwemmt wird.
Ich kann aber so viel verraten, dass ich bisher ca. 6-7 Stunden gespielt habe und dabei einfach nicht aufhören konnte. Die Welt ist sehr geil designt, die Autos fahren sich im Gegensatz zu GTA 4 gut und Schießen, Waffenauswahl und Charakterbewegungen wurden scheinbar 1:1 aus Red Dead Redeption übernommen, was ein Schritt in die richtige Richtung ist. Was auch sehr wichtig ist: die Charaktere sind sehr sympathisch, für GTA Verhältnisse, wodurch ich mich endlich auch mal mit den Typen identifizieren kann die ich da steuer. Das war für mich das größte Manko an GTA 4, weil ich da Nico Belic so derartig unsympathisch fand. Allerdings kann ich da bisher nur von Franklin und Michael sprechen. Trevor ist bis jetzt noch nicht aufgetaucht.
Was immer noch fast genau so scheiße ist wie in GTA4, ist die Sache mit den Autos. Man sieht eine geile Karre, klaut sie und bringt sie in seine Garade. Doch da wird sie halt nicht dauerhaft abgespeichert. Wenn ich mit der Kiste dann mal in der Gegend rumfahre und muss sie irgendwo stehen lassen (was in den Missionen sehr oft vorkommt), dann ist sie einfach weg. Das war in Mafia 1 vor 11 (!!!) Jahren schon deutlich besser gemacht, wo man sich nach und nach eine echt hübsche Sammlung aufbauen konnte. Allerdings hat jetzt jeder Charakter ein festes Fahrzeug (oder mehrere?), was ihm immer an seinem Haus zur Verfügung steht. Das wird aber vom Spiel vorgegeben.
Eine Kaufempfehlung brauche ich bei GTA wohl kaum noch auszusprechen. Das ist eigentlich eh ein Pflichttitel für jeden der Action und Open-World mit viel Nebenbeschäftigung mag. Und von beidem bekommt man hier die volle Packung.

MfG Druzil

Evoland – gut gedacht, schlecht gemacht

Evoland versucht die Historie der Rollenspiele und Adventures hochleben zu lassen, scheitert aber an der Umsetzung.
In der ersten halben Stunden war ich von Evoland noch total begeistert. Man erlebt tatsächlich noch mal die Entwicklung bzw. Evolution der (J)RPGs mit, indem man Schritt für Schritt neue Features ins Spiel bekommt. Zu Anfangs kann man nur nach rechts laufen, gleich danach noch nach links und dann auch noch nach oben und unten. Irgendwann kann man sich dann auch diagonal bzw. komplett frei bewegen. Nebenbei kommt irgendwann Musik dazu, erst in 8 bit, dann in 16 bit und auch die Grafik wird Stück für Stück aufgebohrt.
Doch man merkt schon schnell, dass die Entwickler dieses Tempo niemals durchhalten können, auch wenn man weiß, dass Evoland nur eine Spielzeit von ca. 3 Stunden hat.
Dann kamen die Zufallskämpfe, wärend man auf der Worldmap rumläuft und nervten mich bis ans Ende des Spiels. Man kann keine 5 Schritte gehen ohne das man kämpfen muss. Das ging mir so auf den Sack, dass ich zum Schluss hin tatsächlich mal laut schreien musste.
Ein wenig abwechslung brachte die Adventure-Einlage in einem Dorf, wo man feste, von Hand „gemalte“ Hintergründe hat zwischen deren Wechsel es immer eine imaginäre Ladepause gab. Aber auch diese Ladepause geht einem halt schnell auf die Nüsse. Schließlich sind Ladepausen von jeher ein Nervfaktor in Spielen.
Das beste war dann wohl noch das Level in einem Wald, wo man etwas rätseln muss und die Ansicht immer wieder zwischen „aktuell“ und „retro 8 bit“ umschalten muss. In diesem Level macht Evoland tatsächlich richtig Spaß. Alles davor war ganz ok, aber alles danach ist einfachg nur noch nertvig und ich war froh, dass nach 3 Stunden schon Schluss war. Das Ende war dann genau so umspäktakulär, wie der größte Teil des Spiels selbst.

Abschließendes Urteil: Kann man sich sparen!

Evoland Ende

MfG Druzil

Steam Summer Sale – Die Ausbeute

Heute nur ein Art gemischtes Gameüse light, da ich nichts zu den einzelnen Spielen schreiben werde. Stattdessen gibt es hier einen kleine Übersicht meiner Kaufaktivitäten aus dem Summer Sale. Das ganze chronologisch sortiert nach Kaufdatum.

Borderlands 2 – Season Pass DLC 10,19 €
Borderlands 2 – Mechromancer DLC 3,39 €
Mini Motor Racing EVO 2,49 €
Just Cause 2 2,99 €
The Walking Dead 6,24 €
Sniper Elite: Zombie Army 3,73 €
Torchlight 2 4,74 €
Half Life 2 – Episode One 1,74 €
Half Life 2 – Episode Two 1,74 €
Evoland 4,99 €
The Incredible Adventures Of Van Helsing 7,49 €
Assassin’s Creed 2 – Revelations 3,74 €

Insgesamt macht das: 54,28 € für 10 Spiele / DLCs.

Bei FarCry 3 hatte ich noch auf einen Deal mit jeweils 75% gewartet, die kamen aber leider nicht. Bei Dishonored war ich heute dann noch mal versucht denn 66% Deal wahr zu nehmen, habe mich aber dann doch dagegen entschieden. Dafür habe ich doch noch AC Revelations für 75% bekommen und damit dan auch wirklich genug Spiele um bis zum nächsten Deal Event bei Steam durchzuhalten. ;)

MfG Druzil

Gemischtes Gameüse 25

LEGO Herr der Ringe
Wie immer ein Steam-Deal. Es ist halt Lego und es ist halt Herr der Ringe. Die Kombination hab ich mir ja schon immer gewünscht. Im Gegensatz zu früheren Lego Titeln (ich habe ja StarWars und Indi Jones), ist hier die Welt offener, auch wenn viele Level dann doch wieder sehr geradlinig sind. Ich persönlich muss ja nicht in jedem Spiel eine open World haben. Dieser Zwang dazu so etwas in jedes Spiel zu packen geht mir mittlerweile etwas auf den Keks. Gerade die Lego Spiele stehen für kurzweilige, schnelle Unterhaltung, wie die Arcade-Spiele von früher und da passt ein schlauchiges Leveldesign für mich einfach besser dazu.
Trotzdem ist das Spiel sehr unterhaltsam, auch wenn es sehr schade ist, dass nicht die original deutschen Synchronsprecher verpflichtet wurden. Im Endeffekt ist es doch wieder ein typisches Lego Spiel, mit etwas weniger Humor als in den früheren Titeln.
Was mich aber wirklich nervt ist der Splitscreen. Ich fand es besser wie es früher war, dass der Bildschirm sich nicht teilte. Und dieser dynamische Splitscreen, der die Trennung dann noch in der Gegend rumschwenkt, den finde ich ja total irritierend. Das ganze ist für mich so nervend, dass ich beschlossen habe, es alleine zu spielen.

Guild Wars 2
Ich habe mal wieder mit GW2 angefangen und bin auch wieder voll drin.
Zuerst mal habe ich mich wieder der Aufgabe gewidmet, die Welt vollständig zu entdecken. Gestern habe ich dann auch das letzte PvE-Gebiet auf 100% gebracht. Jetzt fehlen mir noch die WvW Gebiete für 100% Kartenaufdeckung. Und zu den absoluten 100% fehlen mir dann noch die ganzen Dungeons und wohl noch einige Orte mehr, die nicht markiert und wohl relativ schwer zu finden sind.
Rüstungsmäßig befinde ich mich auch auf einem (für mich) guten Weg. Habe jetzt bis auf zwei Rüstungsteile alles auf exotisch und für die beiden fehlenden schon das Karma zusammen. Ich werde für meine Waldläuferin auf das Lyssa Set der Orr Rüstung gehen. Mit den beiden kommenden Teilen bin ich dann bei 4, fehlen also noch zwei, die im Moment noch von exotischen nicht-Lyssa-Teilen besetzt sind.
Dazu habe ich jetzt Axt, Kriegshorn, Lang- und Kurzbogen auf exotisch. Fehlen nur noch die Unterwasserwaffen.
Die neue (grafische) Darstellung der Erfolgsansicht im Charakter-Menü, die gestern oder vorgestern eingepflegt wurde, ist auch sehr schön und übersichtlich geworden und motviert doch zu dem Versuch da noch das ein oder andere frei zu schalten.
Zudem habe ich mich mal wieder ins WvW gestürzt und bin mit TS3 bewaffnet im großen Zerg des Servers mitgelaufen und war überrascht, wie schnell da doch das Karma zusammen kommt. Und auch die Marken, die man für die WvW Rüstungen braucht purzeln nur so ins Inventar. Hat echt mal wieder Spaß gemacht.

GRID 2
Ich konnte nicht widerstehen, als ich es für knapp 20€ in einem Keystore sah. Und tatsächlich ist es auch wieder ein echt gutes Rennspiel geworden. Atmosphärisch und grafisch sehr schön und soundtechnisch noch ok (da bietet ProjectCARS halt deutlich besseres).
Allerdings gibt es für meinen Geschmack zu wenig echte Rennstrecken und zu viele Rennen in Innenstädten oder durch Landschaften. Da hätte ich mir einen ausgewogeneren Mix gewünscht. Aber die angepeilte Zielgruppe ist glaube weniger für echte Rennstrecken zu begeistern.
Was sich Codemasters echt hätte sparen können, sind die Liveroutes. Rennen auf einer Strecke, wo sich in jeder Runde die Streckenführung teils massiv verändert. So ein Quatsch! Das ist doch gerade das interessante an Rennspielen, zu merken, dass man mit jeder Runde besser wird und dann auch in Runde 3 noch mal richtig Attacke auf die Führung blasen kann.
Am negativsten fällt aber das fehlen der Cockpitansicht auf. So lohnt es sich eigentlich gar nicht das Lenkrad für das Spiel aufzubauen. Codemasters ist ja für seinen zugänglichen Arcade-Sim-Mix bekannt, den man sowohl mit Gamepad, als auch mir Lenkrad gut fahren kann. Aber wenn ich schon was mit Lenkrad fahre, dann will ich auch das Cockpit sehen.
Allerdings ist es in meiner aktuellen Lage dann doch wieder zu verschmerzen, da ich mir vor 3 Wochen beim Fußball spielen eine ausgewachsene Bänderdehnung zugezogen habe und dadurch eh nicht das Lenkrad aufbauen möchte bzw. kann. Also zocke ich Grid 2 mit Gamepad, was ja auch gut funktioniert und da benutze ich dann eh die Außenansicht.

Mehr gibt es schon bald, da ich gerade gesehen habe, dass der Steam Summer-Sale angefangen hat. Das bedeutet wohl wieder einige neue Spiele und ein weiteres Loch in der Geldbörse.

Bis dahin
Druzil

Tomb Raider – Fazit

Tomb Raider war eines dieser Spiele wo ich dachte „Das muss ich auch noch irgendwann mal spielen“. Es wurde in der Öffentlichkeit zwar gelobt, bekam aber doch nie die Aufmerksamkeit, die Bioshock Infinite von allen Seiten bekam. Und nachdem ich es jetzt in ca. 18 Stunden durchgespielt habe frage ich… WARUM? TR wischt für mich in fast allen Belangen mit BSI den Boden auf.

Grafisch geben sich beide nichts würde ich sagen. Wärend BSI auf einen eher bunten Comic-Look setzt, versucht TR möglichst realistisch auszusehen. Und das macht es verdammt gut. Die Level sind nicht nur im Aufbau super designt, sondern strotzen nur so vor liebevollen Details. Eine Location sieht atemberaubender aus als die andere. Es passiert weit mehr als einmal, dass ich stehen geblieben bin und einfach nur den Anblick genossen habe. Mein „Screenshot-Indikator“ sagt 181 Screen und damit einen mehr als bei BSI. ;)
Wo die Level gut aussehen, dürfen die Charaktermodelle sich keine Schwächen leisten, um das Gesamtbild nicht zu stören. Auch hier macht TR alles richtig. Besonders Lara ist wirklich liebevoll designt. Vor allem der Übergang vom kleinen Mädchen zur abgerissesen Abenteurerin ist ein Traum. Lara bekommt nach und nach Verletzungen, ist Blut überström und am Ende ist ihre Kleidung ganz schön mitgenommen. Zum Vergleich mal zwei Bilder. Beides mal steht Lara von dem selben Spiegel, doch liegen ca. 10 Spielstunden dazwischen und man sieht es ihr total an.

Aber auch die anderen Charaktere sind mit vielen liebevollen Details ausgstattet, so dass das Spiel einfach atemberaubend schön ist.

Die Animationen sind ebenfalls auf einem extrem hohen Niveau. Bewegungsabläufe sehen nie künstlich aus und wenn sich Lara durch einen schmalen Gang schleicht, in der einen Hand die Fackel und die andere zur Seite ausgestreckt um sich leicht an der Wand abzustützen, oder sich beide Hände zum Schutz vor starkem Wind auf einer Brücke vors Gesicht hält, dann merkt man wieviel Details und Herzblut der Entwickler in diesem Spiel stecken.
Dazu passt dann auch das Treffer-Feedback, das durch die tollen Animationen der Gegner richtig wuchtig rüberkommt. Da schlägt es Gegner nach hinten, wenn sie eine Ladung Schrot abbekommen oder sie halten sich den Kopf nach Kopftreffern um dann glaubwürdig zu Boden zu gehen.

Zum grafischen Gesamteindruck gibt es dann noch die passende Soundkulisse. Die Musik ist toll, Geräusche der Umgebung sind passend und atmosphärisch, Schüsse satt, Schreie der Gegner stimmungsvoll und die Sprachausgabe ist top. Ich habe TR natürlich auf deutsch gespielt und fand die Lokalisierung gut und die Sprecher wissen jederzeit zu überzeugen. Einzig Lara, augerechnet die Hauptdarstellerin, leistet sich ab und an mal eine kleine Schwäche, wo das „ich armes, kleines Mädchen“ etwas gekünstelt rüberkommt. Aber diese Moment sind wirklich extrem selten und stören den Gesamteindruck in keinster Weise.

Die Inszenierung orientiert sich extrem stark an Uncharted. Atemberaubende Kameraschwenks, tolle Einstellungen wärend den Dialogen und die ganzen liebevollen Details, wie im starken Wind abbrechende Brückengelänger usw. Jetzt so kurz nach dem Durchspielen, würde ich sagen, dass TR Uncharted sogar übertrumpft. Das liegt aber wohl auch daran, dass man so gut wie nie solche Gegnermassen entgegen geworfen bekommt wie bei UC und vor allem, weil man viel öfter mal den Leistreter miemt, was auch durch den Bogen und die Schleichangriffe von hinten sehr gut funktioniert. Dadurch vermittelt einem das Spiel viel mehr das Gefühl von Bedrohung, auch wenn man in TR durch das heimliche Vorgehen Gegnergruppen leichter ausschalten kann. Dieses düstere, dreckige macht da wohl den Unterschied.
Was mich bei der Präsentation etwas gestört hat, war die am Anfang doch recht oft vorkommende, starke Wackelkamera. Aber die ist wirklich nur am Anfang so extrem und soll wohl den Stress simulieren, der die unbedarfte Lara am Anfang noch mit voller Wucht erwischt.
Dass das Spiel sehr linear aufgebaut ist stört eigentlich auch nie, zumal es dadurch zu so gut wie keinem Backtracking kommt.

Zusammengefasst ist Tomb Raider im gesamten audiovisuell einfach nur der Hammer!

Jetzt aber mal zum Gameplay.
Die Steuerung ist absolut präzise. Sowohl in Kämpfen, was das Zielen, Ausweichen und Deckung suchen angeht, als auch bei den Sprung- und Rätselpassagen. Man hat jederzeit die absolute Kontrolle über das was man macht und nicht einmal hat irgendein Hakeln gestört. Dabei habe ich TR ausnahmsweise mit Maus und Tastatur gespielt, was ich normal bei 3rd-Person Action-Spielen nie mache (normal spiele ich die mit Gamepad). Was mir allerdings gefehlt hat war eine Taste, mit dem man generell geduckt laufen kann. Im Endeffekt braucht man die zwar nicht, weil Lara bei Anwesenheit von Gegner (bevor sie entdeckt wurde) automatisch etwas tiefer läuft und sich auch sonst ohne weiteres Zutun hinter Deckungsmöglichkeiten versteckt, aber trotzdem hatte ich öfter mal den Wunsch hier und da gebückt zu laufen. Ich schiebe das einfach mal auf die dichte Atmsosphäre.
Das einzige was nicht so optimal ist, ist die Waffenauswahl. Irgendwie kam da öfter mal die Reihenfolge der Waffen durcheinander. Musste ich das eine mal das Mausrad nach unten drehen, um vom Bogen auf die Schrotflinte zu wecheln, so war das nächste mal plözlich noch die Pistole dazwischen. Ich hatte so das Gefühl, das hängt davon ab, welche Waffe man in der Hand hatte bevor mal an ein Lagerfeuer ging um irgend eine Waffe zu verbesser, oder welche Waffen man verbesser hat. So richtig durchgestiegen bin ich da nie. Gewöhnt man sich aber an die Zahlentasten der Tastatur zu benutzen, hat man dieses Problem nicht. Und irgendwann muss man das eh machen, weil man so durch die Feuermodi der Waffen durchschaltet. Hört sich jetzt etwas seltsam an, ist aber eigentlich nicht wirklich schlimm.

Die Story ist schon irgendwie das übliche Abenteuer-Mystery-Zeug, was man aus früheren Tomb Raider Teilen und später auch Uncharted schon kennt. Aber es wird toll erzählt, ohne das die Entwickler sich in all zu undurchsichtigen Wendungen verstrickt hätten *zu BSI schau*. Dabei wird das Spiel nie langweilig, was wohl auch an der spielerischen Abwechslung liegt. Man hat immer ein klares Ziel vor Augen, merkt aber auch schon früh worauf das ganze hinaus läuft, so dass das Ende keine wirklich große Überraschung ist.
Dazu kommt, dass Lara ständig neue Fertigkeiten lernt und ihre Waffen nach und nach verbessert. Für diese Verbesserungen muss man überall in der Welt rumliegendes „Bergungsgut“ einsammeln, wodurch zumindest bei mir ein ausgeprägter Erkundungsdrang geweckt wurde. Wer möchte kann dann noch auf die Suche nach Artefakten und Geo-Cachings gehen oder Dokumenten suchen, die einem mehr Hintergrundinfos zu dem geben, was auf der Insel passiert ist. Man findet dabei aber auch mehr über die eigene Crew herraus. Diese Artefakte, Geo-Cachings und Dokumente geben einem XP, mit denen man dann bei Levelaufstiegen die oben erwähnten Fertigkeiten freischalten kann.

Was mich etwas überrascht hat war, wie brutal TR ist. Nicht nur das in den Kämpfen der rote Saft ordentlich rumstritzt, auch die Level sind teilweise echte Schlachtkammern und mit heftigen Szenen wird auch nicht gegeizt. Was ich öfter mal gelesen habe war, dass sich Leute aufregten, dass Lara zwar rumjammert und sich sogar beim ersten getöteten Reh entschuldigt, danach aber wie ein Berserker durch die Feindreihen pflügt. Natürlich stimmt das schon irgendwie, aber da kann ich persönlich schon ganz gut zwischen Story und eigentlichem Gameplay unterscheiden, so dass es bei mir keinen störenden Eindruck hinterlassen hat. Lara befindet sich nun mal in einer echten Ausnahmesituation und muss halt tun, was eine Frau nun mal tun muss. ^^

Abschließend würde ich sagen, es muss schon viel passieren, damit am Ende vom Jahr mein Spiel des Jahres nicht Tomb Raider heißt. Story, Gameplay und das Audiovisuelle haben mich einfach total überzeugt. Mehr noch als es Bioshock Infinite getan hat, wo mir die Story dann doch etwas ZU verschwurbelt war.
Für jeden, der auf Actionspiele, tolle Inszenierung und einen Hauch von Mystery steht, kann ich da nur eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Wer es bis heute noch nicht gespielt hat, sollte das auf jeden Fall noch nachholen. Zumal es mittlerweile wirklich schon für kleines Geld zu bekommen ist.

MfG Druzil