Guild Wars 2 – Erstbericht

Es ist jetzt einen Monat her, dass Guild Wars 2 (GW2) veröffentlicht wurde. Genau die richtige Zeit um endlich mal über das Spiel zu schreiben, hatte dieser eine Monat doch einige Höhen und Tiefen für mich zu bieten gehabt.
Erst mal durfte ich knapp eine Woche lang spielen, die sich durch die üblichen Probleme auszeichnete, die jedes MMO zum Start begleiten. Login Probleme, Bugs, überlastete Server usw. Wenn man mal zum spielen kam, war die Performance oft schlecht. Doch all das konnte mir die Stimmung nicht vermiesen, weil GW2 einfach einen so unglaublich hohen Sog hat. Durch das Abschaffen der Quest-Hubs entsteht ein viel flüssiger Spielverlauf. Und ja, es ersetzt nur die Art wie Quests angeboten werden, die Quest bleiben aber im Kern oft standard MMO Kost. Das ist hier aber nicht schlimm, weil es sich einfach irgendwie anders spielt.
Wer mehr über Events, Herzchenaufgaben usw. wissen möchte, liest sich einer der vielen Tests im Netz durch. Ich will da nicht mehr drauf eingehen.

Dann kam der 30. August und meine Stimmung wurde schlagartig schlecht. Man hatte mir meinen Account gehackt. Wobei gehackt wohl das falsche Wort ist. Ich hatte die eMail-Passwort-Kombination bei einigen Spielen benutzt, unter anderem beim Batle.net. Im Zuge meiner Suche fand ich dann heraus, dass das Battle.net vor einiger Zeit gehackt wurde (irgendwie ging das damals an mit vorbei) und dort meine Daten irgendwelchen Arschlöchern in die Hände fielen. Also kurz Battle.net Account zurück gesetzt und dann versucht meinen GW2 Account wieder zu bekommen. Da ANet aber jegliche Sicherheitsmaßnahmen vermissen lies, obwohl bekannt ist, dass viele Leute Passwörter mehrfach benutzen, konnten die „Hacker“ eMail Adresse und Passwort einfach so ändern. Keine eMail zur Bestätigung… nichts. Die einzige Sicherungsmaßnahme bei ANet ist eine eMail Verifizierung des Standorts. Will man sich von einem neuen Ort einloggen, so muss man das erst per eMail verifizieren. Nur dumm, dass ich noch vor dem „Hack“ versucht habe diese Sicherung zu aktivieren, es aber nicht funktionierte, wegen der Startprobleme von GW2. Auch der Support war völlig überlastet (eine bessere Accountsicherheit hätte auch den Support entlastet) und so dauerte es knapp zwei Wochen, bis ich den Account endlich wieder mein Eigen nennen durfte. Und diese zwei Wochen fehlen mir jetzt, was man vor allem in der Gilde merkt. Während die anderen schon einige Läufe durch die Verliese gemacht haben und generell schon viele ihren Charakter auch Level 80 gebracht haben, hänge ich halt hinterher.

Das ganz ist jetzt aber schon wieder zwei Wochen her und seitdem bin ich recht gut vorwärts gekommen. Meine Norn Waldläuferin ist Level 69, Juwlierin Stufe 300 und Waidfrau Stufe (knapp) 225 und ich denke am kommenden Wochenende wird auch bei mir die 80 fallen.
Die Gebiete sind echt toll gestaltet. Ich bin bisher hauptsächlich in den Norn und Löwenstein Gebieten unterwegs gewesen. Das heißt es gab einen netten Mix aus Skyrim artigen, bewaldeten, schneebedeckten, Bergen und Steppen, bis hin zu tropischen Meerbuchten und Inseln.
Ich habe allerdings schon gehört, dass die Gebiete ab Level 70/75 ziemlich trostlos werden sollen. Warum meinen Spielentwickler eigentlich immer, man könnte nur mit felsigen Einöden und dunstiger Luft zeigen, das ein Gebiete sehr gefährlich ist? Warum muss es immer aussehen, wie die noch verkommenere Version von Mordor? Das macht doch keinen Spaß in so einer Umgebung zu spielen! Gut, GW2 hat den Vorteil, dass man später nicht mehr unbedingt in diese Gebiete gehen muss, da die Dungeons über die ganze Welt verstreut sind und man auch in den low-Level Gebieten noch seinen Spaß haben kann. Immerhin wird der Charakter und die Ausrüstung ganz passabel für das jeweilige Gebiet runtergestuft.
In den Gebieten geht es dann zur Sache. Bei Events, Herzchenaufgaben und Fähigkeitspunkt-Herausvorderungen ist eigentlich immer was los. Man kann davon ausgehen, dass man nie Probleme bei einer Aufgabe bekommt, weil immer genug Mitspieler an Ort und Stelle sind, die sich gegenseitig helfen. Dabei geht es zu, als würde man in einer Gruppe Spielen. Die Leute unterstützen sich, man wird wiederbelebt und eine Kampf-Herausvorderung um einen Fähigkeitspunkt (FP) noch mal gemacht, da wieder jemand den Gegner herausgefordert hat.
Zum Schluss muss man noch alle Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkte eines Gebiets erkunden und bekommt dann als Belohnung einen dicken XP Bonus, für das abschließen des Gebiets, dessen Fortschritt man auf der Karte am linken Bildrand sehen kann. Dort wird auch der stand der Weltaufklärung angezeigt, der bei mir aktuell bei ca. 36% liegt. Da habe ich also noch einiges zu tun.

Wie ich oben schon erwähnte bin ich auch fleißig am craften. Wobei Juwelier wesentlich einfacher von der Hand geht, als Waidmann, was vor allem an den verwendeten Materialien (Mats) liegt. Als Juwelier braucht man nur Edelmetalle und Edelsteine, was man beides aus Erzadern gewinnt. Als Waidmann braucht man Metalle, Leder und besondere Sachen (mit blauem Namen), die man nur bei Mobs findet, wie z.B. Fangzähne, Schuppen, oder Totems. Das macht die Sache schwierig. Ursprünglich war ich mal noch Lederer, doch diesen Beruf habe ich fallen lassen und habe Juwelier gelernt, wegen des ständigen Ledermangels und weil er ebenfalls die blauen Mats benötigt, die eh schon schwer zu beschaffen sind.
Die Aussage von ANet, das man in den Berufen Rezepte vor allem durch Ausprobieren und Entdecken finden würde, ist eigentlich Quatsch. Ja man kann ein paar wenige Rezepte durch Zufall finden, im Endeffekt baut man aber immer die selben Sachen nach einem Schablonen-Schema und ausgetauschten Mats. Beispiel: Am Anfang kann man einen Langbogen bauen, wofür man einen Bogenstab, eine Bogensehne und eine Insignie benötigt. Mit der nächsten Stufe (75) werden die nächsten Bögenstäbe, Sehnen und Insignien freigeschaltet, die dann einfach eine Materialstufe höher sind. Das Entdecken beschränkt sich darauf, die Sachen wieder so zu bauen, wie man es mit den kleineren Rezepten schon getan hat um diese auf seiner Liste freizuschalten. Das bringt massig XP, hat mit Edecken aber so viel zu tun, als hätte Christoph Kolumbus ein Navi benutzt, wo Amerika schon eingestellt ist. Einzige Ausnahme bildet hier der Koch. Dieser kann wirklich mit den Sachen die er findet rumexperimentieren, auch wenn ein paar grundlegende Dinge schon vorgegeben sind. Wirft man Schokolade und Banenen im Endeckung Fenster zusammen, kommen sinnvollerweise Schokobananen raus. Wirft man Wasser, Gemüse und Salz zusammen, bekommt man eine Gemüsebrühe.
Aber bitte nicht falsch verstehen, auch bei den anderen Berufen macht das Handwerken Spaß, wenn es auch nicht so experimentell ist, wie es ANet ursprünglich versprochen hatte.

Was mir noch einfällt zum Thema Hardwerk und Auktionshaus (AH)… die von euch hergestellten Sachen könnte ihr meist ganz gut im AH verkaufen. Es gibt aber zwei Dinge, auf die ihr achten solltet.
1. Verkauft eure Sachen immer einen Tick günstiger, als der niedrigste Anbieter. So gehen die Sachen schnell weg, da Angebotene Waren in eine Art Warteschlange gestellt werden, auf der ihr dann erster seid.
2. Werdet nicht zu billig, sonst verschenkt ihr Geld! Ihr müsst schonmal mindestens 1 Kupfer mehr verlangen, als ihr vom Händler bekommen würdet, das schreibt das AH vor. Aber das lohnt sich noch lange nicht, da ihr noch eine Einstellgebühr UND eine Verkaufsgebühr (die aber nicht angezeigt wird) bezahlen müsst. Bekommt ihr in der Auktion weniger als die Summe aus Händlerpreis + 5% Einstellgebühr + 10% Verkaufsgebühr (oder einfach Einstellgebühr x 3), vertickt das Zeug einfach beim Händler, oder verwertet es mit einem Wiederverwertungskit und benutzt es wieder für die eigene Herstellung. Dadurch wird auch Masse aus dem AH genommen und die Preise steigen irgendwann wieder.

Demnächst folgen noch weitere Beiträge zum Thema GW2. Zum einen arbeite ich gerade eine Anleitung aus, wie man an effektivsten bzw. vernünftigsten im Handwerk vorran kommt, bezogen auf den Juwelier, werde von Besuchen in den Verliesen Tyrias berichten (aktuell erst einer) und dann werde ich mich auch mal ausgiebiger mit dem Thema WvW beschäftigen. Dazu kann ich aber jetzt schon eines sagen… die WvW Zonen sind zu klein! Ja, ihr lest richtig, ZU KLEIN! Und damit meine ich nicht nur die Spielerzahl, wegen der man stundenlang in der Warteschlange hängt, bevor man mal mitkämpfen darf, sondern auch das WvW Gebiet selbst.

Bis dahin

MfG Druzil

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