Monday Night Combat – Fazit

Vor kurzem gab es Monday Night Comabt (MNC) für schlappe 2,80 € im Steam Deal. Im 4er Pack kostete es sogar nur 2,16 € pro Exemplar (normal ca. 12 €). Wir haben da mit ein paar Leuten zugeschlagen. Nachdem ich es jetzt eine Zeit lang gespielt habe, hier mein Fazit.

Setting, Atmosphäre:
MNC geht mit seinem Setting in Richtung Running Man. Man spielt in riesigen, Zuschauer gefüllten Arenen, in deren Mitte etwas kleinere Arenen aufgebaut sind, wo man sich in bester Ego-Shooter Manier gegenseitig auf die Backen haut und versucht möglichst viel Geld zu verdienen. Denn das Ganze ist aufgebaut wie eine Gameshow und die Kämpfe werden dementsprechend auch von einem Sprecher moderiert, was auch zur angestrebten Gameshow-Atmosphäre beiträgt.

Grafik:
Das Spiel wird in einer netten Comicgrafik dargestellt und sieht dadurch zeitlos ganz gut aus. Die Effekte sind ok, die Details und die Charaktere auch noch gut. Natürlich kann das Spiel nicht mit Blockbustern wie BF3 mithalten, aber das war zum einen wohl auch nie geplant und zum anderen auch nicht notwendig. Immerhin redet man hier von einem Low-Budget Spiel. Wenn der Spielspaß stimmt, kann man bei der Grafik auch mal abstriche machen.

Spielprinziep:
Ich würde sagen das Spielprinziep ist eine Mischung aus Demigod/DoTA, Team Fortress 2 und UT.
Zwei sechser Teams spielen gegeneinander. Jedes Team hat in seiner Basis einen Geldball (Cashball), den der Gegner leerräumen muss. Dieser Ball ist mit einem Schutzschild geschützt. Da die Spieler selbst dem Schild aber nichts anhaben können, strömen Bots in Intervallen aus der Basis und versuchen den feindlichen Schild zu erreichen und zu zerstören. Die wichtigste Aufgabe der Spieler ist es also, die eigenen Bots zu beschützen und feindliche Bots und Spieler davon abzuhalten, die eigenen Bots zu zerstören oder den eigenen Cashball zu erreichen. Dabei werden die Wellen der Bots immer heftiger um irgendwann ein Team dazu zu zwingen, Fehler zu machen und überannt zu werden. Welches Team das ist, liegt aber ziemlich klar an den Spielern und nicht an den Bots. Jede zehnte Welle besteht z.B. aus einem (oder mehreren) sogenannten Jackpot. Ein riesiger Roboter, der unheimlich viel einstecken kann, aber beim Kill auch unheimlich viel Geld ausspuckt. Ist nach Ablauf der Zeit noch keine Geldkugel angeschlagen, gibt es Verlängerung. Läuft auch diese (wider Erwarten) ab, ohne das ein Cashball angehauen wurde, entscheidet das Geld, was die Spieler wärend dem Match mit Kills von Bots und Gegenspielern erlangt haben. Das hatte ich aber bisher noch nicht.

Klassen, Waffen, Balancing:
Man hat die Auswahl zwischen sechs Klassen. Hier mal eine Auflistung:
– Angreifer (Assault): Mittel schnell, viel Schaden, hält wenig aus. Eher der Kämpfer aus mittlerer Distanz. Er benutzt Maschinengewehr und Granatwerfer.
– Panzer (Tank): Langsam, dick gepanzert, mittleren Schaden. Mit dem geht man mitten rein ins Getümmel. Hat eine Art Railgun und ein fettes Maschinengewehr, was aber nur ne sehr kurze Reichweite hat.
– Schütze (Gunner): Langsam, hoher Schaden, mittlere Panzerung. Aus der Distanz mit dem fetten MG immer voll rein. Dazu noch einen Granatwerfer, der aber nicht so effektiv ist wie der, des Assault.
– Support: Mittel schnell, wenig Schaden, hält nicht viel aus, dafür kann er heilen. Wird mit einem Tank oder einem Gunner vor sich zur tödlichen Waffe. Kann mit seiner Schrotflinte kaum was ausrichten. Dafür ist sein stationäres Geschütz ganz praktisch.
– Assassin: Schnell, viel Schaden, hält nichts aus. Kann sich tarnen und damit aus dem Hinterhalt angreifen (meist OneHit-Kill). Ist extrem effektiv gegen Bots und holt sich leicht zu tötende Gegner wie Sniper und Assassine. Support und Assault bekommt man nur von hinten klein. Die anderen sollte man vergessen.
– Sniper: Mittel schnell, viel Schaden, bei langsamer Schussfrequenz, hält nichts aus. Kämpft naturgemäß aus der Distanz. Kann Eisfallen legen um ungebetene Gäste aufzuhalten.
Jede Klasse lässt sich in einem kleinen Kreismenü wärend dem Spiel weiter in 4 Bereichen um 2 Stufen verbessern. Außerdem kann man ähnlich wie in CoD seine eigenen Klassen zusammenstellen und diese mit Perks ausstatten. Diese sind aber nicht immer gleich stark. Denn man kann sich drei Perks aussuchen, aber nur jeweils eins der Stufe 1, 2 und 3. Nimmt man z.B. Rüstung auf Stufe 3, dann bekommt man deutlich mehr leben, als man mit Rüstung auf Stufe 1 bekäme, kann aber kein anderen Perk mehr auf Stufe 3 auswählen. Das ist ein ganz gutes System und es ist trotzdem nichts übermächtiges dabei.
Die Klassen sind an sich eh recht ausgewogen. Nur die Assassine ist etwas übermächtig mit ihrem One-Hit-Kill von hinten bei den leichten Klassen. So was muss in solchen Spielen einfach nicht sein. Und auch der Supporter hat es im Kampf wirklich schwer, da er aber andere heilen kann ist er recht wichtig, wird aber wegen fehlender Kampfpower kaum genommen. Ich selbst spiele gerne den Tank oder die Assassine.
Insgesamt macht das Spiel, nach etwas Einarbeitung, schon richtig Spaß und hat wirklich nette Ideen. Bedenkt man, daß dieses Spiel gerade mal knapp 12€ kostet, kann man eigentlich nichts falsch machen. Ich finde wenn man 10-15 Stunden Spaß damit hat, war es seinen Preis schon wert.
Übrigens gibt es heute MNC schon wieder im Angebot, in der Steam Sommer-Aktion, nohc bis 19:00 Uhr, für 5,74€.

MfG Druzil

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